für unterstützte Kommunikation

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Kontakt: Michael Schwerdt, Dipl.Pädagoge
Telefon: 02363/ 975-0 oder 975 660

Kommunikation mit nichtsprechenden Kindern und Jugendlichen

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Pädaudiologie und Phoniatrie wird in der Beratungsstelle über Möglichkeiten der Unterstützten Kommunikation informiert.

Im Vordergrund dieser Arbeit steht das Bemühen behinderten Kindern und Jugendlichen, die von Geburt an oder bedingt durch einen Unfall nicht oder nur eingeschränkt sprechen können, Alternativen oder Ergänzungen zur lautsprachlichen Kommunikation zu erschließen. Ziel ist die Anbahnung einer effektiveren Kommunikation und infolge eine aktivere, einflußnehmende Interaktion zu erreichen. Die Möglichkeit sich verständlich machen zu können stärkt das Selbstbewußtsein und verändert das Verhalten der Kommunikationspartner dem Nicht-Sprechenden gegenüber.

Eltern, ebenso wie andere erwachsene Gesprächspartner sind nämlich bei fehlender lautlicher Rückmeldung, in der Kontaktaufnahme zu nicht sprechenden Kindern und Jugendlichen häufig verunsichert. Aufgrund mangelnder Erfahrung und einer Fixierung auf verbale Signale besitzen sie keine Handlungsmuster im Umgang mit einer non-verbalen Kommunikation. Nicht-Sprechenden werden zudem nur geringe kognitive Fähigkeiten zugetraut. Ansprache und Spielangebote passen sich diesem vermuteten Niveau an und erschweren somit die Entwicklung oder Weiterentwicklung der Fähigkeiten des Kindes. Es besteht so die Gefahr einer Störung der Interaktion, mit vielfältigen sozialen und intrapsychischen Problemen weil die Kommunikation und damit die Interaktion bedroht sind.

Die Möglichkeiten der Unterstützten Kommunikation, die frühzeitig eingesetzt werden sollten, umfassen körpereigene Kommunikationsformen wie Mimik, Gestik und Gebärden oder hilfsmittelgestützte wie Zeigetafeln mit unterschiedlichen Symbolsystemen und Sprachcomputer.
Maßnahmen der Unterstützten Kommunikation kommen dann zum Einsatz, wenn Sprachtherapie nicht oder noch nicht möglich ist. Die Förderung und Entwicklung der Lautsprache wird dabei stets mitberücksichtigt und nicht etwa verhindert!

Das Leistungsspektrum der Beratungsstelle umfasst folgende Angebote:

Information und Beratung über:

• körpereigene Kommunikationsformen,
• die Gestaltung von Kommunikationstafeln,
• verschiedene Symbolsysteme,
• elektronische Kommunikationshilfen mit Sprachausgabe,
• die Auswahl eines geeigneten Mediums.

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